Verspannungen entstehen durch eine Überlastung der Muskeln. Zu hohe Anforderungen an die Muskulatur verursacht ein Verkrampfen der Muskelfasern, diese werden dadurch nicht mehr genügend mit Sauerstoff versorgt und verhärten schließlich. Die damit verbundenen Schmerzen lösen eine Kettenreaktion aus: Weitere Muskelgruppen werden angespannt, um die schmerzhaften Muskelbereiche zu entlasten – und die Verhärtung zieht immer weitere Kreise. Stress, Hektik oder Angstreaktionen verstärken diese Prozesse in der Regel, da sie selbst zu einer Anspannung von Muskeln führen. Eine effiziente Möglichkeit, Verspannungen zu vermeiden, ist – wie im Tipp von letzter Woche erwähnt – täglich moving oder landing einzubauen und die muskuläre Anspannung durch gezielte Muskellockerung abzubauen. Aber auch eine rein mentale ‚Entlastung‘ – streaming – hilft auf Dauer Verspannungen erst gar nicht entstehen zu lassen.  Wie das funktioniert?

Nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen wird durch ‚STREAMING‘, also das bewusste Richten der Aufmerksamkeit auf eine Sinneswahrnehmung (so als ob man ein Funkgerät auf einem Kanal auf´Empfang‘ schaltet) oder andere Formen von Achtsamkeit  

  • der Vagus, also der für die `Ruhepolung‘ zuständigen Teil des vegetativen Nervensystem aktiviert und dadurch u.a. die Atmung verlangsamt
  • die Aktivität der Amygdala, dem Zentrum im Gehirn, das für die Ausschüttung von Adrenalin zuständig ist,

Dadurch sinken das subjektive Gefühl der Stressbelastung und damit auch die mentale und die muskuläre Anspannung. Die genauen Zusammenhänge, wie diese größere Ruhe zustande kommt ist extrem komplex und wird laufend durch neue Forschungsergebnisse erhellt (ich werde berichten). Nachweisbar ist aber (inzwischen), dass genauso wie physische Interventionen zur Muskellockerung wie z.B. langsame Bewegung auch das gezieltes mentales Umschalten auf ‚Empfang‘ dem vegetativen Nervensystem einen klaren Impuls zur Ruhepolung vermittelt und damit eine kontinuierlich steigende Anspannung im Alltag  vermieden werden kann. Was STREAMING im Gehirn noch bewirkt – finden Sie im nächsten Tipp.

Das moving-Team wünscht euch eine gute Woche.

 Anregungen – Fragen gerne an team@moving.de